Schüler werden

Welche Angebote gibt es für Interessenten?

Bereits im Vorfeld des Anmeldeprozesses bieten wir Vorträge zu pädagogischen Themen, Fragestunden, Informationsnachmittage und Tage der offenen Tür mit „Probeunterricht“ für interessierte Eltern an. Termine dazu werden in regelmäßigen Abständen in unserem Newsletter und auf unserer Website veröffentlicht. Eine Anmeldung ist für die meisten Angebote nicht erforderlich. Viele Eltern nutzen diese Möglichkeiten gern, um sich bereits vorab ausführlich zu informieren und offene Fragen beantworten zu lassen.

Was muss ich machen, um mein Kind in der Freien Waldorfschule Hanau anzumelden?

Erster Schritt des offiziellen Aufnahmeverfahrens ist die Abgabe des vollständig ausgefüllten Anmeldeformulars. Für höhere Klassen fügen wir Sie unserer Interessentenliste hinzu und informieren Sie über künftige Fristen.

Wie geht es weiter?

Anschließend finden, in der Regel zum Beginn eines Kalenderjahres, die Aufnahmegespräche statt. Dabei haben Pädagogen die Möglichkeit, Sie und Ihr Kind kennenzulernen. Im Anschluss führen die Eltern ein Gespräch mit einem Vertreter des Aufnahmekreises. Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem gegenseitigen Kennenlernen.

Bei Erstklässlern achtet man gleichzeitig auf die Schulreife. Erst nachdem alle angemeldeten Kinder gesehen wurden und ein Gesamtbild vorliegt, erfolgt eine eingehende Beratung der Lehrer und des Schularztes, welche Kinder aufgenommen werden können. Die Entscheidung über die pädagogische Aufnahme, Rückstellung oder Absage geht den Eltern zeitnah schriftlich zu.

Bei Quereinsteigern wird das Kind zu einem Kennenlernen der Klassenlehrerin und die Eltern währendessen zu einem Elterngespräch eingeladen. Falls weiterhin Interesse besteht wird in der Regel das Kind zu einer Hospitation im Unterricht eingeladen. Die Hospitation dauert durchschnittlich 1 Woche, kann aber auch den Umständen entsprechend verkürzt oder verlängert werden.

Nach der Zusage

Nach einer pädagogischen Zusage folgt ein Gespräch, in welchem die organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen zu klären sind. Dabei wird auch der Schulvertrag unterschrieben. Die schriftliche, endgültige und rechtlich bindende Zusage der Schule wird zeitnah verschickt.

Bleiben Sie in Kontakt!

Während des gesamten Aufnahmeprozesses ist es wichtig, dass Eltern trotzdem im Kontakt mit der zuständigen Grundschule ihres Wohnbezirkes bleiben und deren Anschreiben fristgemäß beantworten. Bei Fragen dazu kontaktieren Sie uns – wir helfen gerne!

Was kann ich im Vorfeld tun?

Eine ernsthafte Auseinandersetzung der Eltern mit den Grundsätzen der Schule, wie beispielsweise anthroposophischen Erziehungsansätzen, ist für uns eine essentielle Grundlage um eine gesunde Entwicklung des Kindes zu begleiten.

Wir bieten in regelmäßigen Abständen Informationsveranstaltungen zum Thema Waldorfpädagogik an. Hier können Sie sich über die Schule und ihr Konzept informieren.

Bekomme ich automatisch einen Platz für mein Kind, wenn ich auf der Interessentenliste stehe?

Nein. Jedes Kind wird gleich behandelt. Die Anmeldungen werden gesichtet und der Eingang der Anmeldegbühr geprüft. Im Anschluß werden Termine zu Aufnahmegesprächen vereinbart, in welchem sich entscheidet, ob es zu einer Aufnahme kommt.

Wie hoch ist das Schulgeld? Welche Kosten kommen auf mich zu?

Die aktuelle Beitragsordnung finden Sie hier. Jede Familie führt jedoch ein individuelles Gespräch, in dem die Kosten detailliert abgesprochen werden.

Gibt es eine Mittagsbetreuung?

Ja. Für alle Schüler wird ein betreutes Mittagessen angeboten. Zudem haben die Kinder die Möglichkeit täglich bis 16:00 Uhr die Nachmittagsbetreuung zu besuchen.

Gibt es ein warmes Mittagessen?

Ja. Unser Mittagessen wird zwischen 13:00-14:00 Uhr serviert. Wir bieten täglich ein warmes, vegetarisches Mittagessen an.

Sind Computer und Smartphones erlaubt?

Kinder kommen immer früher mit digitalen Medien in Kontakt. In unserem digitalisierten und globalisierten Zeitalter ist es unser Anliegen, unseren Kindern nicht nur Wissen und Freude am Lernen zu vermitteln, sondern auch den kritischen, selbstbestimmten und kreativen Umgang mit Smartphone und Co. beizubringen.
Waldorfschule bedeutet nicht, dass keine Medien wie Computer eingesetzt werden oder Fernsehen grundsätzlich verboten ist. Es bedeutet lediglich, dass nach dem Ansatz der Waldorfpädagogik bei kleinen Kindern noch keine Medien eingesetzt werden, um im höheren Alter einen verantwortungsvollen Umgang fördern zu können. Kleine Kinder müssen zunächst ihren Leib entwickeln und möglichst viele analoge Erfahrungen machen können. Es liegt in der Natur von Kindern, frei entdecken zu wollen und tätig zu sein.
Die Waldorfschule Hanau setzt sich dafür ein, den Kindern einen kompetenten Umgang mit allen Medien zu ermöglichen.

Was ist eigentlich das Bewegte Klassenzimmer?

Eine weitere Besonderheit in der Förderung der Schüler bietet das „Bewegte Klassenzimmer“. Ein Konzept, das in vielen Waldorfschulen in der ersten, zweiten und dritten Klasse angeboten wird. Es bedeutet, dass sich in der Klasse keine Tische und Stühle, sondern kleine Bänke mit Sitzkissen befinden, die je nach Bedarf umgestellt und bewegt werden können. Viel Bewegung erfordert auch viel Struktur: Jedes Kind hat seinen festen Platz und gleichbleibende Sitznachbarn. Der Umbau wird von den Kindern selbst organisiert, läuft minutenschnell und jeden Tag nach einem gleichbleibenden Rhythmus ab, auf den die Kinder sich verlassen können. In diesen Klassen findet kein „klassischer“ Frontalunterricht statt, sondern der Unterricht orientiert sich stark an den Bedürfnissen der Schüler. Jeder Schultag wird mit einer Spiel- und Bewegungsphase begonnen, dem sogenannten rhythmischen Teil, gerade so wie es den Kindern entspricht. Danach kann gut, ruhig und konzentriert gearbeitet werden, auch wieder ausgerichtet auf Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit der Klasse. Durch diese lebendige Strukturierung des Unterrichts zwischen konzentriertem Arbeiten, Bewegungsphasen und dem emotional bindenden Erzählteil findet ein Ausgleich im Erleben der Kinder statt. Gleichzeitig werden die Entwicklung der Sinne und das Sozialverhalten gefördert.

Was muss ich sonst noch beachten?

Während des gesamten Aufnahmeprozesses ist es wichtig, dass Eltern trotzdem im Kontakt mit der zuständigen Grundschule ihres Wohnbezirkes bleiben und deren Anschreiben fristgemäß beantworten. Bei Fragen dazu kontaktieren Sie uns – wir helfen gerne!

Welche Ausbildung oder Qualifikation muss ein Waldorflehrer haben? Kann jeder, der künstlerisch begabt ist, Waldorflehrer werden?

Lehrer, die an einer Freien Waldorfschule unterrichten möchten, benötigen eine Qualifikation, die je nach Bundesland an unterschiedliche Voraussetzungen gebunden ist. Diese kann eine staatliche Lehrerausbildung oder eine gleichwertige Ausbildung sein, wie sie unter anderem an Hochschulen und Waldorf-Seminaren durchgeführt wird. In jedem Falle sollte eine waldorfpädagogische Qualifikation, evtl. durch eine Zusatzausbildung, angestrebt werden. Die Möglichkeiten, sich diese Qualifikation anzueignen, sind vielfältig.